Strahlende Gewinner.

Bereits zum 13. Mal wurde gestern, Dienstag, der Gesundheitspreis des Landes Kärnten verliehen. Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner prämierten die nachhaltigsten und kreativsten Projekte in der Gesundheitsförderung und überreichten den Gewinnern die Glasstatuette „Isis Noreia“ verbunden mit einer finanziellen Unterstützung für künftige Gesundheitsprojekte in drei Kategorien.

„Die „Gesunden Gemeinden“ Kärntens leisten großartige und wichtige Beiträge, um die Gesundheit und das Wohlergehen der Kärntner Bevölkerung zu fördern und zu stärken“, betont Gesundheitsreferentin Beate Prettner. „Unser Ziel ist es, innovative und erfolgreiche Projekte in der Gesundheitsförderung auszuzeichnen und speziell auch die Verantwortlichen vor den Vorhang zu holen, die einen wesentlichen Beitrag zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden in der Kärntner Bevölkerung leisten“, so Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner über den Preis. „Die Vielfalt an Projekten, die von den Gemeinden, Schulen und Kindergärten durchgeführt wurden, war beeindruckend“, zeigt sich Kaiser begeistert.

Der Gesundheitspreis des Landes Kärnten wird in den drei Kategorien „Allgemeine Gemeindeprojekte“, „Gesunde Schule“ und „Gesunder Kindergarten“ vergeben. Dotiert ist er mit insgesamt 8.000 Euro für weitere gesundheitsfördernde Aktivitäten und der Siegerstatuette, der „Isis Noreia“. Für den musikalischen Showact sorgte „Danny & the bad rats“- das junge Fünf-Mann-Gespann entführte das Publikum auf eine Zeitreise, quer durch die 50er und 60er Jahre und sorgte für einen glanzvollen musikalischen Rahmen. Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Gabriela Zaucher.

Allgemeine Gemeindeprojekte

In der Kategorie „Allgemeine Gemeindeprojekte“ holte sich die Gemeinde Lendorf den ersten Platz. Mit dem Projekt „Evolutionspädagogik – Unsere Kinder sind es uns wert!“ konnte sich die „Gesunde Gemeinde“ gegen 21 Wettbewerber durchsetzen. Im Mittelpunkt dieses neuen Beratungs- und Trianingskonzeptes steht die Förderung der sieben Gehirn-Entwicklungsstufen bei Kindern. Es wurde ein Indoor-Parcours für Evolutionspädagogik installiert und in den Schulalltag integriert. Mit Hilfe von Übungen können Stressfaktoren und Blockaden aufgespürt und abgebaut werden sowie die Motivation und Freude am Lernen gefördert werden. Die „Gesunde Gemeinde“ erhielt dafür die „Isis Noreia“, ein Preisgeld im Wert von 2.000 Euro und eine Urkunde.

Den zweiten Platz in der Kategorie „Allgemeine Gemeindeprojekte“ errang Ferndorf mit dem Projekt „Lebenswelt Familie: Wohlbefinden und Lebensfreude für JUNG und ALT“. Ziel war es, den Gemeinschaftssinn für alle Familienmitglieder zu fördern und das Verständnis für die Gesundheitsförderung im familiären Bereich in den Fokus zu rücken. Dazu wurden spezielle Angebote für die gesamte Familie bereitgestellt, unter anderem Lamawanderungen, Sport-Familienerlebnistage, Vorträge zum Thema „Persönliches Wohlbefinden in der Familie“, Rückenschulen aber auch Workschops zum Thema „Zufriedenheit“. Für das alle Generationen umfassende Projekt erhielt die Gemeinde die Glasstatuette „Isis Noreia“, einen Scheck im Wert von 1.500 Euro und eine Urkunde.

Platz drei ging schließlich an die Gemeinde St. Paul im Lavanttal mit dem Projekt „1, 2, 3 – Bambini sei dabei“. Dazu wurde ein Bambini-Kleinkind-Eltern-Treff ins Leben gerufen, der den regelmäßigen Austausch zwischen Gleichgesinnten ermöglicht und zwischenmenschliche Beziehungen und die Kommunikation fördert. Dieses in der Region erstmalige Angebot beinhaltet auch Vorträge, Präsentationen und Ausflüge für Eltern mit ihren Kindern. Die Marktgemeinde erhielt dafür die „Isis Noreia“, einen Scheck im Wert von 1.000 Euro für weitere gesundheitsfördernde Projekte und eine Urkunde.

Gesunde Schule

In der Kategorie „Gesunde Schule“ standen 14 Projekte im Wettbewerb und die NMS Kötschach-Mauthen setzte sich hier durch. Das Projekt „Helping Hands“ erreichte den ersten Platz und setzte sich zum Ziel, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und ein Bewusstsein für ihre Gesundheit zu schaffen. Dies erfolgte anhand der Schwerpunkte „Bewegung und Sicherheit“, „Ernährung und Gesundheit“ sowie im Bereich „Soziale Kompetenzen“. Am Programm standen unter anderem Erste Hilfe Kurse, Fall- und Sturztrainings, Wanderungen, Cross Country Läufe, Akrobatik oder Sensibilisierung für regionales Denken im Bereich der Landwirtschaft. Der erste Platz bescherte der NMS Kötschach-Mauthen ein Preisgeld von 750 Euro sowie die „Isis Noreia“ und eine Urkunde.

Platz zwei holte sich die Volksschule Himmelberg mit dem Projekt „Lebenspraktische Fertigkeiten, soziale Kompetenz und Kinderrechte“. Im Mittelpunkt stand die soziale und emotionale Stabilität der Kinder. Aktivitäten und Workshops zum Thema Gewaltprävention und Kinderrechte standen ebenso am Programm wie ein Mentaltraining oder eine gewaltfreie Kommunikation. Die VertreterInnen der Volksschule durften eine „Isis Noreia“, eine Urkunde und ein Preisgeld von 600 Euro in Empfang nehmen.

Den ausgezeichneten dritten Platz holte sich die Volksschule-LŠ Globasnica. „Gsund-fit-gscheid“ lautet das Projekt, das eine gesunde, regionale und saisonale Ernährung zum Inhalt hatte. Dabei stand die Herstellung gesundheitsfördernder Produkte ebenso im Mittelpunkt wie die nachhaltige Auseinandersetzung mit Klima- und Energiefragen. Die VS-LŠ Globasnica erhielt die Glasstatuette „Isis Noreia“, eine Urkunde und ein Preisgeld in der Höhe von 400 Euro.

Gesunder Kindergarten

In der Kategorie „Gesunder Kindergarten“ holte sich der Kneipp-Kindergarten Radenthein den ersten Platz und überzeugte die Jury mit dem Projekt „KNEIPP KIDS FOR FUN!“. Der erste Rang bescherte dem Kindergarten die begehrte „Isis Noreia“ und ein Preisgeld in der Höhe von 750 Euro. In Anlehnung an die fünf Kneipp-Säulen wurde im Rahmen des Projektes eine gesundheitsbewusste Lebensweise im Kindergartenalltag umgesetzt und gelebt. Die fünf Säulen bestehen aus den Schwerpunkten „Wasser“, „Ernährung“, „Bewegung“, „Lebensordnung“ und „Heilkräuter“. So wurden z.B. Wasseranwendungen zur Immunstärkung angewandt, tägliche Bewegungseinheiten durchgeführt oder Pflanzenpatenschaften für einen essbaren Garten übernommen. Außerdem wurden Kräuter selbst gesät und geerntet und diese zu Kräutersalz, Badesalz sowie Kräuteressig verarbeitet. Zudem lernten die Kinder einen achtsamen Umgang mit der Natur und einen respektvollen Umgang im Miteinander.

Platz zwei ging an den Kindergarten St. Martin aus Feldkirchen. Das Projekt „Bin i fit – bin i cool“ wurde mit einem Scheck im Wert von 600 Euro, der Glasstatuette „Isis Noreia“ und einer Urkunde prämiert. Im Rahmen des Projektes wurden die Kinder auf spielerische Art für eine gesunde und naturgemäße Lebensweise sensibilisiert. Dabei stand der achtsame Umgang mit dem Körper, ihrer Gesundheit und ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt.

Den dritten Platz holte sich der Kindergarten Maria Rojach/Jakling aus St. Andrä im Lavanttal. Mit dem Projekt „Bunt is´ gsund und lecker im Mund“ sicherte sich der Kindergarten die begehrte „Isis Noreia“, eine Urkunde und ein Preisgeld von 400 Euro. Im Vordergrund stand der bewusste und wertschätzende Umgang der Kinder mit den Nahrungsmitteln – von der Herkunft, richtigen Zubereitung bis hin zur Verarbeitung und der gemeinsamen Verkostung. Mit den heimischen Bauern und Anbietern als Kooperationspartner konnte das Thema Nachhaltigkeit miteinbezogen werden.