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Schutz vor Passivrauch

LHStv. Dr. Peter Kaiser stellte gemeinsam mit Dr. Ilse Elisabeth Oberleitner und Franz Wutte die neue und umfangreiche Bewusstseinskampagne „Schutz vor Passivrauch“ vor – Information und Aufklärung stehen im Vordergrund.

LHStv. Peter Kaiser, Elisabeth Oberleitner und Franz Wutte wollen die Kärntner mit Info-Kampagnen, Trillerpfeifen und Anti-Stressbällen auf die Gefahren des Rauchens in geschlossenen Räumen und im Auto aufmerksam machen..
Das im November startende und breit angelegte Projekt „Schutz vor Passivrauch“ ist eine Kooperation des Vereins „Gesundheitsland Kärnten“, der Landesstelle Suchtprävention Kärnten und dem Frauengesundheitszentrum Kärnten und zielt vor allem auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen ab. „Mit dem österreichischen Tabakgesetz ist das Rauchen und auch der Nichtraucherschutz an öffentlichen Orten mehr oder weniger streng geregelt. Nicht so aber im privaten Bereich. Hier ist der Schutz vor Passivrauch an die Verantwortung und Rücksichtnahme der Mitmenschen geknüpft“, weiß LHStv. Kaiser und merkt zudem an, dass die aktuelle Kampagne nicht belehren oder stigmatisieren, sondern viel mehr informieren und aufklären will.
Laut Kärntner Gesundheitsbereicht aus dem Jahr 2009 sind 23% der Kärntnerinnen und 28% der Kärntner als RaucherInnen zu bezeichnen und speziell in der Altersgruppe der 20 – 44 Jährigen ist der Prozentsatz mit rund 38% alarmierend hoch.
Der aktuelle Stand der Wissenschaft belegt einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und zahlreichen Gesundheitsschäden. In der UN Kinderrechtskonvention ist das Recht des Kindes auf ein erreichbares Höchstmaß an Gesundheit verankert. Dazu zählt auch der Schutz vor den Gefahren des Tabakrauches. Eltern haben somit ihren Kindern gegenüber eine Pflicht, es vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Kinder sind durch Passivrauch besonders gefährdet, weil sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Atemluft und dementsprechend auch mehr giftige Substanzen zu sich nehmen, als Erwachsene. Weiters ist belegt, dass Passivrauch das Immunsystem von Kindern schwächt, Kinder um ein Vielfaches öfter an schweren und gefährlichen Krankheiten wie Asthma, chronischen Atemwegserkrankungen, Lungenentzündungen oder chronischen Mittelohrentzündungen mit Folgen bis hin zu Taubheit erkranken. Dr.in Ilse Elisabeth Oberleitner, Leiterin der UA Sanitätswesen: „Die massiven Gesundheitsschäden durch Tabakrauch entstehen durch 90 Inhaltsstoffe des Tabakrauches, die bisher als krebserregend oder möglicherweise krebserregend eingestuft werden (IARC International Agency for Research on Cancer). Weitere 250 Inhaltsstoffe des Tabakrauches werden als gesundheitsschädlich eingestuft.“
Im Zuge des Projektes wird wiederholt auf die besonderen Gefahren des Passivrauchs in geschlossenen Räumen Wert gelegt. Denn Kinder atmen in einem verrauchten Raum in einer Stunde soviel Giftstoffe ein, als ob sie selber eine Zigarette geraucht hätten. Raucht das Kind täglich mit, nimmt der Körper in kürzester Zeit das Gift von einigen hundert Zigaretten auf.
Besonders hoch ist die Konzentration an Tabakgiften in engen Räumen, wie zum Beispiel dem Auto. Dabei reduzieren sich diese gesundheitsschädlichen Werte nur unerheblich, wenn ein Fenster geöffnet wird, da sich die Substanzen auch in Textilien festsetzen.

Ein Ziel dieser Bewusstseinskampagne ist es, Erwachsene für die Schädlichkeit von Tabakrauch insbesondere in geschlossenen Räumen und für das besondere Gesundheitsrisiko von Kindern zu sensibilisieren. Weiters hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, eine Verhaltensänderung von Erwachsenen RaucherInnen in Gegenwart von Kindern und Jugendlichen zu erreichen. Dies soll mittels Inseraten, gezielten Verteilaktionen und öffentlichkeitswirksamen Live-Aktionen erreicht werden. Zur Unterstützung der Erwachsenen, die ihr Rauchverhalten nachhaltig ändern wollen, wird einerseits das Rauchertelefon beworben und andererseits regional Tabakentwöhnungskurse angeboten.

Die Kampagne „Schutz vor Passivrauch“ wird über einen Zeitraum von 3 Jahren laufen und eine Gesamtsumme von € 220.245,-- betragen.
„Wer, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf die Zigarette in der Hand verzichten kann, sollte zumindest bedenken, dass der Passivrauch die Gesundheit unserer Kleinsten, nachhaltig gefährdet.“ gibt Kaiser abschließend zu bedenken.



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» Folder Schutz vor Passivrauch
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TV Kärnten Beitrag: Video | Kampfansage gegen den Passivrauch
TV Kärnten Beitrag: Video | Ohne Rauch gehts auch
 
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