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Wertvolle Tipps von Raucherentwöhnungstherapeutin Dr. Uta Arthofer

Die Raucherentwöhnungstherapeutin beantwortet folgende Frage:
Sind leichtere Zigaretten weniger schädlich?



Dr. Uta Arthofer

Vorweg muss ich betonen, dass jeglicher Zigarettenkonsum für den menschlichen Körper schädlich ist. Viele RaucherInnen glauben, dass Light Zigaretten weniger gesundheitliche Risiken als reguläre Zigaretten aufweisen. Die Angaben auf den Zigarettenschachteln können aber irreführend sein. Der auf den Packungen aufgedruckte Nikotin- und Teergehalt wird mit Hilfe eines Rauchautomaten ermittelt. Dabei simuliert eine Maschine das Abrauchen einer Zigarette. Es gibt jedoch starke Unterschiede zum menschlichen Rauchverhalten. RaucherInnen haben ein feines Gespür dafür, wie viel Nikotin vom Körper benötigt wird. Damit die geringere Nikotinmenge im Rauch kompensiert werden kann, werden folgende Strategien eingesetzt:

  • Es werden insgesamt mehr Zigaretten geraucht.
  • Der Rauch wird tiefer inhaliert und auch länger in der Lunge behalten. Dadurch werden sogar noch mehr Schadstoffe aufgenommen.
  • Die Löcher in den Filtern, die den Rauch mit Luft verdünnen sollen, werden mit den Lippen und den Fingern abgedichtet.

Der Umstieg auf Light Zigaretten stellt deswegen keine Alternative zum Rauchstopp dar. Ganz im Gegenteil, Zigaretten mit niedrigem Nikotingehalt können sogar noch schädlicher als starke Zigaretten sein. Laut einer amerikanischen Studie greifen jedoch viele RaucherInnen auf Light Zigaretten zurück um das gesundheitliche Risiko zu vermindern. Die wissenschaftlichen Ergebnisse haben auch den Europäischen Gerichtshof überzeugt. Seit 2003 ist die Bezeichnung „light“ auf Zigarettenpackungen verboten, Missverständnisse sollen so vermieden werden.

 
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